Hallo,
nun bin ich schon über 2 Monate aus Guatemala zurück und habe mich wieder in Deutschland eingefunden.
Mitte Mai habe ich das OroVerde-Team in Bonn besucht und ein wenig von meinen Erfahrungen und Erlebnissen in Guatemala live berichtet.
Ich hoffe es hat euch auch Spaß gemacht, hier ab und zu meine Berichte zu lesen und ihr könnt euch nun ein bisschen besser vorstellen, wie es in einem Regenwaldschutz-projekt so aussieht.
Ich denke noch sehr viel über all meine Erlebnisse dort nach und beschäftige mich weiterhin in meiner Abschlussarbeit für mein Studium an der Uni in Eberswalde mit den Xate-Palmen.
Das hat mich wirklich gepackt und ist super spannend
Ich fand es aber auch super spannend zu erfahren und zu sehen, wie viele Gruppen sich hier bei OroVerde für den Waldschutz einsetzten und aktiv sind!
Echt klasse!!! Und weiter so!!!
Viele liebe Grüße, Elena
Regenwald – Ich war vor Ort!
Beschreibung
Hier könnt ihr von euren Erlebnissen im Regenwald berichten, wenn ihr einmal die Möglichkeit hattet, ihn zu besuchen! Oder auch von den Erfahrungen unserer Praktikantinnen und Praktikanten lesen, die unsere Regenwald-Schutzprojekte besucht haben!
Gruppenaktivität
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elena schrieb auf die Pinnwand der Gruppe Regenwald – Ich war vor Ort!: vor 11 Monaten und 3 Wochen
Hallo,
nun bin ich schon über 2 Monate aus Guatemala zurück und habe mich wieder in Deutschland eingefunden.Mitte Mai habe ich das OroVerde-Team in Bonn besucht und ein wenig von meinen Erfahrungen und Erlebnissen in Guatemala live berichtet.
Ich hoffe es hat euch auch Spaß gemacht, hier ab [...]
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elena schrieb auf die Pinnwand der Gruppe Regenwald – Ich war vor Ort!: vor 11 Monaten und 3 Wochen
Hallo,
nun bin ich schon über 2 Monate aus Guatemala zurück und habe mich wieder in Deutschland eingefunden.
Mitte Mai habe ich das OroVerde-Team in Bonn besucht und ein wenig von meinen Erfahrungen und Erlebnissen in Guatemala live zu berichten.
Ich hoffe es hat euch auch Spaß gemacht, hier ab und zu meine Berichte zu lesen und ihr [...]
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elena schrieb auf die Pinnwand der Gruppe Regenwald – Ich war vor Ort!: vor 1 Jahr und 3 Monaten
Hola,
es ist mal wieder Zeit ein bisschen was für euch zu berichten…die HALBZEIT ist längst vorbei…nun geht es rasend schnell dem Ende meines Praktikums hier entgegen. Noch zwei Wochen..und dann endet zumindest mein Vertrag hier. Um aber noch an einem im März stattfindenden Seminar über Strategien zur Anpassung an Klimawandel teilnehmen zu können, habe ich [...]
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elena schrieb auf die Pinnwand der Gruppe Regenwald – Ich war vor Ort!: vor 1 Jahr und 3 Monaten
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elena schrieb auf die Pinnwand der Gruppe Regenwald – Ich war vor Ort!: vor 1 Jahr und 5 Monaten
HALBZEIT….
Unglaublich wie schnell die Zeit hier vergeht, viel zu schnell um ehrlich zu sein…Ich könnte gut und gerne noch ein bisschen mehr Zeit hier verbringen, würde gerne mehr Zeit für meine Arbeit hier haben..und dieses schöne Land einfach noch mehr kennen lernen.
Ich fühle mich hier schon [...]
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elena am 2.06.2011:
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elena am 26.01.2011:
Hola,
es ist mal wieder Zeit ein bisschen was für euch zu berichten…die HALBZEIT ist längst vorbei…nun geht es rasend schnell dem Ende meines Praktikums hier entgegen. Noch zwei Wochen..und dann endet zumindest mein Vertrag hier. Um aber noch an einem im März stattfindenden Seminar über Strategien zur Anpassung an Klimawandel teilnehmen zu können, habe ich meinen Flug umgebucht…und bleibe jetzt noch 3 Wochen länger hier in Guatemala !
Und da ich hier wirklich eine tolle Zeit habe, ist das ganz wunderbar so. Die letzten Wochen sind sehr schnell vergangen und ich habe unglaublich viel erleben dürfen… aber das Leben hier ist auch zu meinem Alltag geworden. Wenn eine Familie mit drei kleinen Kindern auf einem Motorrad ohne Helm etc. an mir vorbei fährt, ist das so, als ob ein Fahrradfahrer in Deutschland mich überholt…etwas Alltägliches also.
Der Dezember war voller Feiern…der Tag der Teufelsvertreibung, dann unsere Weihnachtsfeier hier und natürlich die Weihnachtstag und Silvester. Alles sehr interessant, aber doch sehr anders als in Deutschland…manchmal hat mir ein wenig die Ruhe, Besinnlichkeit, ja sogar die Kälte und der Schnee gefehlt. Den 31.12 habe ich an einem Strand mit viel Sonne verbracht…und dann abends mit Freunden gefeiert…was so aussah, das wir von einem Haus zu anderem gefahren sind, und dann um 12 Uhr bei einer Tante einer Freundin waren…es wurde mit Wiskey angestoßen…und 3 Riesenschüsseln mit verschiedenen Fleischgerichten wurden auf den Tisch gestellt..ein bisschen gegessen, getrunken, ein bisschen Feuerwerk angeschaut…Wobei Feuerwerk hier nicht besonderes ist, da zu jeder Uhrzeit hier Raketen abgechossen werden. So ging es Anfang Januar dann gleich weiter mit den Feiern. Auf der Insel Flores auf der ich wohne, war für 10 Tage „“Feria“ – Ein großes, traditionelles Fest. Jeden Tag war eine andere Familie dafür verantwortlich dreimal am Tag einen bunten Umzung, mit tanzenden Riesenpuppen, Musik und Feuerwerkskörpern um die ganze Insel zu organisieren. Ein lustiges Geschehen…doch auf die Böller und Raketen um 4 Uhr nachts hätte ich gut verzichten können. Da die direkt vor der Kirche, die direkt hinter meinem Haus liegt abgeschossen wurden, bin ich jedesmal hochgeschreckt…Außerdem gab es allerlei andere Aktivitäten. Konzerte, Miss-wahl, Kuh-und Pferdeauktionen…

Mit dem Ende dieses Festes, fing dann auch wieder unsere Arbeitszeit an. Und die verfliegt nun sehr schnell und ich habe noch viel zu tun. Im Dezember habe ich alle Experteninterviews durchführen. Nun ging es darum die Information auszuwerten…viel Arbeit! Nun bin ich dabei dieses alles zu gliedern und ein Dokument zu verfassen mit den Ergebnissen und Vorschlägen, um das Xateprojekt voranzutreiben. In der nächsten Woche geht’s hoffentlich nochmmal in die Parkgemeinde Guayacan. Dort möchte ich mit den 11 Projektteilnehmern Interviews durchführen…um auch diese Perspektive zu beleuchten.

Xate-Palme im Projektgebiet, Guayacán
Heute sollte es eigentlich nochmal in die Baumschule, in dem Dorf „La Technica“ gehen…aber es gab mal wieder eine spontane Planänderung…inzwischen auch etwas ganz normales für mich. Es geht also erst morgen früh um 4.ooUhr los….um endlich die Xate-samen auszusäen. Ich hoffe es bleibt bei diesem Plan!
Liebe Grüße,
Elena -
elena am 23.11.2010:
HALBZEIT….
Unglaublich wie schnell die Zeit hier vergeht, viel zu schnell um ehrlich zu sein…Ich könnte gut und gerne noch ein bisschen mehr Zeit hier verbringen, würde gerne mehr Zeit für meine Arbeit hier haben..und dieses schöne Land einfach noch mehr kennen lernen.
Ich fühle mich hier schon sehr heimisch, nach 3 Monaten mit guatemaltekischen Essen..Tortillas, Fleisch und Bohnen, staubigen, wuseligen Straßen, bis auf die letzten Tage immer Sonnenschein und manchmal ganz schöne Hitze, viel Gescherze meiner Kollegen, viel Spanisch…
Doch noch immer ist es nicht ganz einfach alle Dinge zu verstehen..z.B. die ”Hora Chapina”…die guatemaltekische Stunde oder auch mehr, die hier alles ein bisschen später ablaufen lässt….eigentlich ganz angenehm..;-) Doch manchmal sind die Guatemaltekos dann plötzlich pünktlich…man weiß nur nie wann.
Heute habe ich allerdings eher einen (typischen) guatemaltekischen Arbeitstag hinter mir..ich habe versucht, die Leute zu erreichen, die ich befragen möchte….Ich hatte letzt Woche eine mail geschrieben, aber keine Antwort bekommen. Und auch heute…hatte ich kein Glück, keine Antwort oder keine Zeit… Mal sehen, ob ich in der nächsten Tagen mehr Glück habe.
Jedenfalls bin ich wie gesagt nun soweit, mit den sogenannten ”Expertenbefragung” zu beginnen…
Das heißt ich werde verschiedene Leute zu der Nutzung von der Xate-palme, der Vermarktung von Xate , zum Einkommen durch die Xate-palme für die Leute in den Dörfern und viele Sachen mehr befragen umd daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung des Xate-preojektes im Nationalpark ziehen zu können…
Ich bin gespannt, was sich für Gespräche und neue Erkenntnisse ergeben werden und berichte Euch dann mehr davon von ”meinem” Xate-Projekt.
In dieser Woche bekommen wir hier wieder einmal Besuch aus Deutschland. Diesmal von OroVerde
Darauf freue ich mich sehr und werde Euch dann auch davon berichten.
Bis dahin,
Liebe Grüße,
Elena
PS: noch ein paar Schnappschüsse:

Die Insel Flores – mein Zuhause

Typisches Essen: Hühnchen, Reis, ein bisschen Salat und natürlich Maisfladen – Tortiallas

Fast alle meine Kollegen auf einem Treffen in die sogenannte Sierra de las Minas

In der Kernzone des Naturschutzgebietes Sierra de las Minas

Einfach wunderschön… -
elena am 5.11.2010:
Hallo…
So..nun mal wieder ein paar Sätze von mir. Ich könnt euch so viel berichten…über die Dinge, die hier im Büro passieren, über die Menschen, die ich gerade verstehen lerne…über die ganzen Merkwürdigkeiten dieses schönes Landes…Ich habe hier inzwischen richtig meinen Rhythmus wieder gefunden. In den letzten zwei Wochen bin ich oft schon um 6 Uhr morgen mit dem „Geschrei“ der Vögel (Gesang kann man den Krach leider nicht nennen) aufgestanden und im See vor der Haustür schwimmen gegangen…das tut unglaublich gut, die Morgenstunden hier zu erleben, die Sonne langsam aufgeht und alles noch ganz ruhig und frisch wirkt…ich verdränge getrost, dass natürlich die ganze Abwasser der Insel direkt in diesen See läuft..was bei der Dichte der Bebauung und der Menge an Hotels ganz schön viel sein muss…aber nun gut, schön ist es trotzdem hier
Die letzte Zeit war ich jedoch kaum hier, weil ich wieder eine Weile im Nationalpark verbracht habe, und mit geholfen habe eine Baumschule aufzubauen…ein weiteres Xaté-projekt besucht habe und viel im Büro über meinem Projekt gebrütet habe.
Am letzten Wochenende haben wir dann Besuch aus Deutschland bekommen, zwei Professoren von meiner Uni in Eberswalde haben hier 3 Tage vorbei geschaut. In Zusammenarbeit mit OroVerde werden sie hier an einem Projekt hier zur Anpassung an den Klimawandel arbeiten.
Um erst einmal einen Überblick über die Situation hier vor Ort zu bekommen, ging es zwei Tage lang von früh bis spät durch das Gebiet rund um den Nationalpark Sierra del Lacandón und in drei Dörfer die im Park liegen. Ich habe mich einfach angeschlossen und nochmal unglaublich viel erfahren, gesehen, verstanden. Auch wenn ich beginne für „mein Xaté-Projekt zu brennen, war es super interessant sich noch einmal intensiv mit anderen Dingen zu beschäftigen… Wie sieht es in 30 Jahren hier mit dem Waldschutz aus? Gibt es dann noch Regenwald hier? Wie geht man mit den immer extremeren Wetterereignissen um? – starke Regenfälle, lange Trockenzeiten….die die für die Menschen sehr wichtige Maisernte sehr schnell zerstören können….wie sollen immer mehr Menschen mit weniger fruchtbarer Fläche auskommen…die Familien sind hier gerade in den ländlichen Gegenden extrem groß…manchmal mit bis zu 14 Kindern…Die Armut ist groß und so wird immer mehr Waldfläche zum Acker umgewandelt…zumal die Ackerflächen auch nur wenige Jahre fruchtbar sind…Riesenprobleme die dort auf Guatemala und den so wichtigen Regenwald zurollen und sich durch verändertes Klima noch verstärken…
Während wir durch die Landschaft fuhren, konnte man all diese Einflüsse sehr deutlich sehen, abgerodete Flächen, die oft als Viehweide dienen…oder einfach nur brach liegen, weil fast nichts mehr wächst…Überall kleine Maisfelder, die gerade abgeerntet und danach abgebrannt werden…was ein weiteres Risiko für den nahen Wald darstellt.

Umso wichtiger ist es sich jetzt darüber Gendanken zu machen…Möglichkeiten, Projekte zu finden, die diesem Druck entgegen wirken..den Menschen eine Perspektive bieten und den Wald vor weiterer Zerstörung schützen… Ich hoffe, dass beispielsweise die Nutzung von Xaté dazu beitragen kann…und ich bin auch guter Hoffnung, denn die Defensores arbeiten hier wirklich gut und machen sich viele produktive Gedanken.
So nun werde ich nochmal meinen Entwurf meiner geplanten Untersuchung des Xatéprojekts hier präsentieren, erklären und diskutieren..
Ich wünsche Euch einen schönen Herbst…ein bisschen vermisse ich ja die bunten fallenden Blätter..und manchmal auch einen kalten, aber gemütlichen Regentag..
Bis bald,
Elena -
Elli am 22.10.2010:
TEIL 5 (letzter Teil)
Nachdem wir eine Woche in Sarayaku verbracht haben, kommt einem die die kleine Stadt Puyo wie eine Großstadt vor. Ein paar Tage später findet in Quito die Ausstellungseröffnung statt. Viele Reden werden gehalten, unter anderen von dem ecuadorianischen Kulturminister. Die Kinder führen ihren einstudierten Tanz auf, traditionelle Musik wird gemacht, Auktionen von Bildern finden statt und Chicha wird in großen Mengen an die Besucher verteilt.
Die Männer und Frauen haben ihre Beine und Arme mit Jaguarmustern bemalt und die Gesichter mit den traditionellen feinen Linien oder großen Flächen verziert. Schmuck aus Feder, Knochen, Samen, Steinen und bunten Käfern zieren die weiß-blauen traditionellen Gewänder und die Männer stellen die schweren Lanzen zur Schau.

Auf großen Tafeln werden die Kultur und die Lebensweise in Sarayaku beschrieben. Kostbare Tongefäße sind ausgestellt und eine traditionelle Hütte, komplett eingerichtet mit einem Herdfeuer, Kochutensilien, Gemüse und Früchten ist aufgebaut. Im Innenhof steht ein Jagdunterstand mit Schädeln von verschiedenen Tieren, Blasrohren und Lanzen. Ein kleiner Einbaum von fünf Metern, ein Jaguarfell und Kleidungsstücke aus Affenfell, geflochtene Hängematten und Taschen, Musikinstrumente und Schmuck sind Teil der umfangreichen Ausstellung und werden teilweise zum Verkauf angeboten.
Am nächsten Tag kommen viele Schulklassen, um sich die Ausstellung anzusehen, sich bemalen zu lassen, kleine Schalen zu töpfern, den Jagdgeschichten der Männer und den Alltagsschilderungen der Frauen zu lauschen.



Die Ausstellung ist ein voller Erfolg. Viele Besucher stellten erstaunt fest, wie reich und umfassend die Kultur der Kichwa ist und stellen viele Fragen.
Ein paar Tage später ist unsere Zeit in Ecuador leider vorbei und wir verabschieden uns dankend und mit vielen neuen Eindrücken von den Kichwa-Indianern aus Sarayaku und dem vielfältigen Land in Südamerika.
Ich hoffe, ihr konntet durch meine Erzählung einen kleinen Einblick in die Lebensweise der Kichwa und in das Gebiet Sarayaku bekommen.
OroVerde wird die Gemeinde Sarayaku weiter in ihrem freundlichen Widerstand gegen die Öfirmen unterstützen!
Tschüss und viele Grüße aus Bonn!
Elli






